FAQ Haarerkrankungen (allgemein)

  1. Wie viele Menschen leiden unter Haarausfall?
  2. Wodurch entsteht Haarausfall?
  3. Wie lässt sich Haarausfall feststellen?
  4. Welche krankheitsbedingten Ursachen können bei Haarausfall vorliegen?
  5. Wann sollte ein Arzt konsultiert werden?
  6. Warum spalten sich meine Haare auch schon dann, wenn ich sie schulterlang halte?
  7. Ich habe gerade eine Diät hinter mir. Mein Haar ist seitdem stumpf, spröde und brüchig. Was kann ich als Frau dagegen tun?
  8. Ich bin 25 Jahre, weiblich und zur Zeit in einer starken persönlichen Stressphase. Seit kurzem stelle ich erste Ergrauung von Haaren fest. Was kann die Ursache sein? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Wie viele Menschen leiden unter Haarausfall?

Unter Haarausfall, medizinisch Efluvium genannt, versteht man die einzeln ausgehenden Haare pro Tag. Erst ein Patient, der über 100 Haare pro Tag verliert, leidet unter Haarausfall. Die Kahlheit, medizinisch Alopezie, ist der Endzustand des Haarausfalls und wird im Volksmund als "Glatze" bezeichnet.

Schätzungen ergeben, dass ca. 50% der Bevölkerung an Haarausfall leiden. Bei 15% nimmt dieser ein solches Ausmaß an, dass es zur Kahlheit (Glatzenbildung) führt.

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Wodurch entsteht Haarausfall?

Grundsätzlich unterscheidet man 4 verschiedene Arten von Haarausfall:

  • Die häufigste Art ist der androgenetische Haarausfall, der erblich bedingte. Er macht etwa 80% der Alopezie-Fälle aus. Erblich bedingt heißt, dass in der Erbsubstanz Informationen weitergegeben werden, die ab einem gewissen Alter zu Haarausfall und Glatzenbildung führen. Dies kann sowohl eine Frau wie auch einen Mann betreffen.
  • An zweiter Stelle steht der diffuse Haarausfall, der sich über den ganzen Kopf verteilt. Davon sind in der Regel mehr Frauen als Männer betroffen.
  • Die dritte Art ist der kreisrunde Haarausfall, der durch immunologische Disposition hervorgerufen wird.

Die häufigsten Ursachen sind Hormonschwankungen, Schilddrüsenerkrankungen, Eisenmangel, aber auch Stresssituationen und Infektionskrankheiten, die akut zu Haarausfall führen. Einige Medikamente können ebenfalls zu Haarausfall führen, insbesondere als Nebenwirkung einer Chemotherapie.

  • An vierter Stelle steht der medikamentös verursachte Haarausfall, insbesondere als Nebenwirkung einer Chemotherapie.
  • Ferner können auch Umwelteinflüsse und falsche Ernährung zu Haarausfall führen.

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Wie lässt sich Haarausfall feststellen?

Durch Zählen der ausgefallenen Haare. Einen ersten selbstdiagnostischen Hinweis auf Haarausfall erhält man beim Haare bürsten oder Haare waschen. Es entspricht dem normalen Regenerationsprozess, wenn etwa 80 - 100 Haare täglich verloren gehen. Wer mehr Haare verliert, leidet an Haarausfall. Stellen Sie über Tage hinweg einen erhöhten Ausfall von Haaren fest, so sollten Sie einen Hautarzt aufsuchen.

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Welche krankheitsbedingte Ursachen können bei Haarausfall vorliegen?

  • Chronische Erkrankungen
  • Fehlfunktion der Schilddrüse
  • Infektionen
  • Störung des Immunsystems
  • Drüsenfunktionsstörungen - und -erkrankungen
  • Genetische Veranlagung
  • Körperlicher und seelischer Stress
  • Zink- und Eisenmangel
  • Operationen unter Vollnarkose
  • Mangelzustände
  • Bei Frauen: Schwangerschaften, Menopause
  • Vergiftungen
  • Hauterkrankungen

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Wann sollte ein Arzt konsultiert werden?

Ungeklärte Gewichtszunahme oder –abnahme
Plötzliche Antriebslosigkeit
Schlafstörungen
Ungewohnte Nervosität
Verdacht auf Schilddrüsenerkrankungen

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Warum spalten sich meine Haare auch schon dann, wenn ich sie schulterlang halte?

Insbesondere schulterlange Haare haben einen permanenten Kontakt mit der Kleidung. Sie stoßen entweder auf die Kleidung oder reiben an ihr. Hierdurch kann es zu einer Spaltung des Haarschaftes kommen.

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Ich habe gerade eine Diät hinter mir. Mein Haar ist seitdem stumpf, spröde und brüchig. Was kann ich als Frau dagegen tun?

Eine unausgewogene, einseitige Diät wirkt sich in den meisten Fällen auch auf den Zustand der Kopfhaare aus, da es hierbei zu Vitamin- und Proteinunterversorgungen kommt.
Um diese ernährungsbedingten Mangelzustände zu beseitigen, empfiehlt sich die Einnahme eines speziellen Vitamin- und Protein-Kombinationspräparates mit Biotin, dem Coenzym Q10 und einem Omega-3-Öl (z.B. GKL Vital-Kapsel, Apotheke). Zusätzlich, zur äußeren Anwendung, sollten kurmäßig Intensivpflegepräparate angewendet werden (z.B. Thymuskin Haarbalsam-Spülung und Haarmaske).

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Ich bin 25 Jahre, weiblich und zur Zeit in einer starken persönlichen Stressphase. Seit kurzem stelle ich erste Ergrauung von Haaren fest. Was kann die Ursache sein? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Das vorzeitige Ergrauen der Haare bei Weißhäutigen tritt z. B. bei starkem Stress auf, aber auch bei Schilddrüsenentzündungen oder im Rahmen des Vergreisungssyndroms. Eine Therapie ist nicht erforderlich, ggf. kann man die Haare färben oder tönen. Um eine immunologische Erkrankung auszuschließen, empfehlen wir dennoch eine Vorstellung beim Haut- oder Hausarzt zur gründlichen Untersuchung.

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